Karel Graulich*Prag

Mit einem Neigen seiner Stirne weist
er weit von sich was einschränkt und verpflichtet;
denn durch sein Herz geht riesig aufgerichtet
das ewig Kommende das kreist.

Die tiefen Himmel stehn ihm voll Gestalten,
und jede kann ihm rufen: komm, erkenn - .
Gieb seinen leichten Händen nichts zu halten
aus deinem Lastenden. Sie kämen denn

bei Nacht zu dir, dich ringender zu prüfen,
und gingen wie Erzürnte durch das Haus
und griffen dich als ob sie dich erschüfen
und brächen dich aus deiner Form heraus.


Rainer Maria Rilke, Paris, *04*



Chronos - Berlin


Warum, frage ich mich oft, wähle ich so oft den Tod,

die Vergänglichkeit und das Grab als Motive für meine Bilder?

Man muss sich viele Male dem Tod unterwerfen,

um eines Tages das ewige Leben zu erlangen.“



Alter Annenfriedhof Dresden


"Schließe dein leibliches Auge,

damit du mit dem geistigen Auge siehest dein Bild.

Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen,

daß es zurückwirke auf andere von außen nach innen."

*Caspar David Friedrich